{rezension} Requia - Heimkehr

Autor: Olivia Mae
Verlag: Selfpublish
Einband: Taschenbuch // Seiten: 424
ISBN: 978-3-9504430-1-1
Erschienen: 2017

Reihe: Requia
(1) Heimkehr (2) Erkenntnis (3) ...

Meine Wertung: 

 

Vielen Dank an Olivia Mae für das Rezensionsexemplar!



Klappentext


Wenn dir die Wahl gelassen wird
zwischen Sterblichkeit und Unsterblichkeit …
Wie würdest du entscheiden?
Wärest du bereit, alles, was du kennst und was dich ausmacht gegen das Unbekannte zu tauschen? Dich neu zu erschaffen – wie ein Phönix aus der Asche zu steigen? Wärest du bereit für die Rolle einer Prinzessin? Eines Fahirs? Einer Verstoßenen oder eines Jägers? Und wichtiger als all dies – wärest du bereit, diese Rolle jederzeit zu verändern? Vom Jäger zum Gejagten, von der Prinzessin zur Verstoßenen? Vom Fahir zum einfachen Feuermagier?
Wähle weise, denn du wirst keine zweite Chance bekommen.


Meine Meinung


Von Requia hatte ich schon viel Gutes gelesen und trotzdem landete es wie so viele andere Bücher auf meiner Wunschliste und ich weiß gar nicht, ob es da jetzt noch wäre, wenn Olivia nicht noch einmal eine Bewerbungsrunde für ein Rezensionsexemplar gestartet hätte. Ich gehörte zu den Glücklichen, die sich über ein Printexemplar freuen durften und bin total fasziniert von der Welt, die Olivia Mae erschuf. Auch wenn mir der Einstieg etwas schwer fiel.

Die Welt von Requia beherbergt verschiedene Völker, von denen sechs zu den Großen gehören und eine magische Affinität zu einem Element haben. Feuer, Wasser, Erde, Luft, Licht und Dunkelheit. Und diese Völker liegen im Krieg. Genauer gesagt, wurden drei Völker von den anderen verbannt. Anstatt auf dem Planeten Aurelis zu leben, fristen sie ihr Dasein auf dem toten Zwillingsplaneten Moquar. Diese Verbannung ist nicht nur grausam, sondern wirkt sich auch auf das Sein selbst aus, was ganz langsam und erstmal von den meisten unbemerkt in Erscheinung tritt.

Als Leser begleitete ich mehrere Personen aus den unterschiedlichen Völkern auf unterschiedlichen Planeten. Genau das hat mir am Anfang den Einstieg erschwert. Es musste viel erklärt werden und ich war mir nicht ganz sicher, wie sich die Kapitel zeitlich zueinander verhalten haben. Aber irgendwann waren alle Personen eingeführt und mein Zeitproblem verflog. Ab da konnte ich mich voll und ganz in die Geschichte einlassen.

Ich lernte Yana kenne, die von ihrer Mutter Iris ein Geheimnis erfährt, welches ihr ganzes Weltbild ins Wanken bringt. Sie verliert alles, was sie kennt und ist dennoch stark genug, sich auf das neue einzulassen. Dabei werden ihr aber immer noch Dinge vorenthalten, obwohl ihre magischen Gaben ihr gefährlich werden könnten. Dann gibt es noch Ash und Ry´jin, die mit ihren Völkern nach Moqour verbannt wurden, und irgendwie überleben müssen, ohne dabei die Hoffnung zu verlieren. Aire, die jahrelang ihr Herz verschließt und ein so großes Opfer bringt, dass ich an der Stelle tief durchatmen musste. Madras, die unwissend aufgewachsen ist und die eine Entscheidung treffen muss, die ihr ganzes Leben verändern kann. Korand, der grausame Befehle befolgt, weil er seinem König treu ergeben ist und niemals jemandem seine Zweifel zeigen darf, weil dies sein Tod sein könnte.
Charaktere also, die alle mit irgendetwas zu kämpfen haben und dadurch wirklich Leben in ihre Kapitel bringen. Die Kapitel endeten auch gerne an wirklich spannenden Stellen und während ich die Geschichte eines anderen las, fieberte ich nur daraufhin, dass es mit der anderen Geschichte weiterging. Bis das gegenwärtige Kapitel dann auch mit einem fiesen Cliffhanger endete und ich wissen wollte, wie es hier weiterging. Ich konnte Requia kaum aus den Händen legen, nachdem es mich einmal mit seiner Magie gefangen hatte. Und jetzt will ich unbedingt den zweiten Band lesen.

Die Handlung ist an sich sehr spannend und durch gut gesetzte Geheimnisse und deren Auflösung bzw. die Erkenntnis, das dahinter noch etwas größeres lauert, wird die Spannung immer wieder angehoben ohne jemals tief zu fallen. Was mir persönlich am Ende des ersten Bandes fehlt, ist die Erklärung, warum die drei Völker verbannt wurden. Ja, der Grund wurde genannt, aber er war mir nicht ausreichend, um zu verstehen, wie sich drei der Völker für die "Ausrottung" der anderen entscheiden konnten. Ich erhoffe mir, dass im nächsten Band das näher beleuchet wird. Dass das ganze von jemand Unwissenden wie Yana zum Beispiel hinterfragt wird und auch meine Neugier befriedigt wird.


Fazit


Reqia verzauberte mich mit seiner Welt und seiner Magie. Der grundlegende Konflikt ist groß genug für eine ganze Reihe von Bänden und die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Die Handlung ist spannend und der Schreibstil eindringlich und passend zur Atmosphäre der Geschichte.



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