{rezension} Der Schwur der Schlange

Autor: Barbara Drucker
Verlag: Selfpublish
Einband: ebook // Seiten: 464 (print)
ISBN: 978-3-7431-8876-1
Erschienen: 03.2017

Reihe: Der Marchese
(1) Das Gift der Schlange (2) Der Schwur der Schlange (3) ...

Meine Wertung: 


Vielen Dank an Barbara Drucker für das Rezensionsexemplar!



Klappentext


Liebe und Ehre. Loyalität und Verrat. Im Geheimbund der Schlangen tobt ein gnadenloser Machtkampf.
Ende 18. Jahrhundert. Der Marchese brennt darauf, seine Karriere im Schlangenorden voranzutreiben, da bietet sich ihm eine einmalige Gelegenheit: Er soll ausgerechnet den Mann beschützen, der seinen Aufstieg blockiert. Er kommt einer Verschwörung in den eigenen Reihen auf die Spur, die Grenzen zwischen Freund und Feind verschwimmen, und er droht alles zu verlieren, was ihm lieb und teuer ist.

Der zweite historische Thriller um den Marchese della Motta. Ein Mantel-und-Degen-Roman um einen charismatischen Spion, zerrissen zwischen Liebe, Pflichterfüllung und dem Ringen, sich selbst treu zu bleiben.


Meine Meinung


Zwei Jahre sind nach den Geschehnissen des ersten Bandes vergangen. Wir befinden uns zeitlich ein Jahr vor dem Ausbruch der französischen Revolution und wie es scheint, ahnen die Weisen des Schlangenbundes schon, dass die Bürger irgendwann mehr als nur Flugschriften verteilen werden. Die Halsbandäffare in Frankreich hat eine wichtige Schlange in Gefahr gebracht und der Marchese erhält den Auftrag ihn zu retten. Und damit beginnt eine Mission, die nicht nur seine Treue dem Orden gegenüber prüft, sondern sie führt ihn auch zurück in das Fürstentum seiner geliebten Charlotte.

War im ersten Band die aufgetragene Mission das Wichtigste für den Marchese, gelangt er hier meiner Meinung nach in einen Zwiespalt. Auf der einen Seite muss er die Schlange Marconi vor Leone beschützen, der immer noch einen Hass auf Riccardo hat und ihn zerstören will. Und auch andere Schlangenkrieger tauchen auf und der Marchese muss herausfinden, wem er trauen kann. Auf der anderen Seite ist seine Beziehung zu Charlotte in Gefahr, da nicht nur ein anderer Mann um sie wirbt, sondern auch seine Geheimniskrämerei kein guter Grundstein für eine Beziehung ist. Und dann ist da noch Charlottes Geheimnis.

Der Erzählstil ist wie im ersten Band wieder wunderbar. Es verläuft teils sehr rasant, was sehr passend ist, denn auch der Marchese kommt kaum zur Ruhe, aber trotzdem kam ich als Leser mit. Es gab allerdings auch wieder sehr ruhige Szenen, wo man meiner Meinung nach sehr gut die Gefühle vom Marchese erleben kann. Selbst wenn die Stellen nicht aus seiner Sicht geschrieben sind. Mit Scarlatti hat die Autorin neben Riccardos Erzfeind Leone eine weitere interessante Figur eingebaut, von der ich oft nicht wusste, wie ich sie einschätzen soll und was sie überhaupt für Ziele hat. Aber genau das ist sicher auch der Plan gewesen: Spannung aufbauen und beim Leser Fragen aufwerfen. Und Fragen habe ich nach dem Ende des Buches. Zwar ist auch dieser Band eine abgeschlossene Mission, aber irgendwie ist es auch offen, weil ich unbedingt wissen will, wie es mit dem Marchese weitergeht. Und auch die Gräfin erhoffe ich mir im nächsten Band wieder. Ich gestehe, dass sie mein Lieblingscharakter ist.

Neben dem Marchese, der Gräfin und Leone tauchen natürlich auch weitere Gesichter aus dem ersten Band auf. Giacomo leider viel zu selten, aber Nebencharaktere müssen halt der Geschichte dienen und dürfen sich nicht in den Vordergrund drängen. Trotzdem fand ich es schön sie alle wiederzusehen und herauszufinden, wer sich wie verändert hat.


Fazit


Mit "Der Schwur der Schlange" zieht uns Barbara Drucker tiefer in die Geheimnisse des Ordens und auch in die Charaktere hinein. Nicht nur körperliche Kämpfe fordern den Marchese heraus, sondern auch die Auseinandersetzung mit seinen eigenen Gefühlen. Und diese sorgt ebenfalls für einige Turbulenzen. Mich hat es auf jeden Fall mitgerissen und ich freue mich schon auf die nächste Mission.


Die Reihe:



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